Nicht tun, sondern sein

Wenn du hier in Frieden bist, also einfach hier bist, dann siehst du klar, dass diese Geschichte nichts mit dir zu tun hat. Du erkennst, dass du nicht die Person bist, durch die die Welt wahrgenommen wird. Du bist kein Schauspieler in einem Film, sondern die Kinoleinwand, auf der ein Film mit allen seinen Akteuren und Kulissen spielt. Wenn du das erkennst, zieht dich nichts mehr in die Dramen, in den Film hinein. Doch auch an der Identifizierung ist nichts falsch. Es ist ein Geschenk, all diese Erfahrungen in den Dramen zu machen. Ohne diese Erfahrung der Trennung, des Schmerzes könntest du dein wahres Wesen ja nicht erkennen, könntest dich nicht wiederfinden. Ohne die vielen Neins wäre da nicht wieder das Ja. Genau diese Bereitschaft, ja zu sagen, es nicht anders haben zu wollen und stattdessen alles willkommen zu heißen, was ist – das ist Sterben in jedem Moment. Wenn da keine Abwehr gegen das Leben mehr ist, wird jeder Moment neu. Und das Leben wirklich lebendig. Und aufregend (sie lacht). Das ist es wirklich.

via Nicht tun, sondern sein.

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Pensioner
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